Journalistische Glaubwürdigkeit sichert das langfristige Interesse bei der anspruchsvollen Leserschaft.
“Ältere Menschen sind jeden Tag aufs Neue spannend. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Wissen, ihrer Gelassenheit. Sie gehören nicht ins Abseits. Sondern mitten ins Leben.”
Noch immer sind die etablierten Medien - also auch Zeitungen, Zeitschriften und Kundenmagazine ? für ältere Menschen die wichtigsten und extensiv genutztesten Kommunikationsmittel für Information, Unterhaltung, Abwechslung und Kontakt zur Außenwelt. Denn mit steigendem Alter nehmen die persönlichen Kontakte ab, und die Mediennutzung erreicht eine zentrale Funktion: An dieses Medium knüpfen sich auch viele Erwartungen, auch emotionale Bindungen.
Logisch. Denn gerade diese Medien fungieren als Vermittler einer Nahwelt, die die Älteren kennen oder auch noch persönlich erfahren können; entsprechend schaffen Printmedien noch vor dem Fernsehen die meisten Gesprächsanlässe. Denn wichtiger als alle Medien sind auch für die Älteren - wie für die Gesamtbevölkerung - die Kontakte mit Freunden und Bekannten, solange sie dazu in der Lage sind. Insofern sind Senioren nicht anders als alle anderen.
Und nur wenn diese sehr aufmerksame Leserschaft von Inhalt und Layout überzeugt sind, hat eine entsprechene Publikation die Chance, regelmäßig gelesen zu werden. Gerade um bei den älteren Lesern akzeptiert und weiterempfohlen zu werden, müssen Magazine den anspruchsvollen Nutzern mehr bieten, als sie erwarten. Neue attraktive und mehr überzeugende Inhalte - in hochwertiger journalistischer Qualität - in Verbindung mit einem modernen Layout sind daher die Meilensteine, die die Nutzer älteren Jahrgangs durch die zukünftige Zeitschrift begleiten müssen.
Zudem muss ein seniorengerechtes Magazin durch einen hohen Grad an Objektivität gekennzeichnet sein. Indem zahlreiche teils sogar miteinander konkurrierende Meinungen im Blatt aufgeführt werden und meinungsbetonte Darstellungsformen regelmäßig vorkommen wird eine weitgehende Objektivität gewährleistet. Im Idealfall entsteht für die Senioren so ein Spannungsbogen, der sie von Anfang bis Ende durch das Heft leitet. Um diese Spannung zu erzeugen, ist Abwechslung in Gestaltung und Inhalten der einzelnen Beiträge sehr wichtig. Durch solch ein Heft hindurch muss die Spannungskurve kontinuierlich steigen: Zu Beginn steigt sie schnell stark an ? die Titelgeschichte ist der Höhepunkt der Blattdramaturgie. Danach fällt die Spannungskurve wieder etwas ab und läuft in Wellenbewegungen weiter. In der Mitte und kurz vor Heftende steigt die Kurve jeweils wieder kurz an.
Je nach Ausrichtung eines Magazins sollten auch für die reifere Zielgruppe alle journalistischen Darstellungsformen zum Einsatz kommen. In Medien, die als Fachpublikationen auftreten, sind häufig Berichte als Darstellungsform dominant. Dies sind für die Senioren-Zeitung nicht zu empfehlen, sondern man sollte mit journalistischer Fachkompetenz fachlich fundierte Inhalte in abwechslungsreichen Darstellungsformen vermitteln.