Es gibt in der heutigen Zeit kaum noch Orte, an denen man vor diesen kleinen piepsenden Geräten sicher ist. Spätestens seit den letzten zehn Jahren, in denen sich die Handies sinnflutartig verbreitet haben, gibt es kein Entrinnen mehr. Auch für den Handy-Nutzer selber kann es manchmal schon sehr belastend sein. Das Mobiltelephon verpflichtet mehr oder weniger zu einer Form der ständigen Erreichbarkeit. Sobald man einmal nicht auf seinem Handy erreichbar ist, muss man sich unter Umständen kritische Nachfragen gefallen lassen.
Ganz frei von all diesen störenden Klingeltönen und anderen Dingen ist man eigentlich nur auf in den wenigen Funklöchern dieser Republik. Mittlerweile muss man aber auch schon immer weiter fahren, um diese zu finden. Trotz aller Kritik am Handy-Wahn (besonders Prepaid Karten sind derzeit sehr im Trend) ist dem ganzen natürlich auch etwas positives abzugewinnen. Kaum ein Mensch würde heute noch auf sein Handy verzichten wollen.
Ein Mobiltelephon macht vieles einfacher; ein Mobiltelephon verschafft Verbindung und bringt Leute näher zusammen. Dank der Handies ist unsere Welt ein Stück zusammen gewachsen. Demzufolge überwiegen selbstverständlich die Vorteile. Dennoch sollte trotz all dieser Vorteile nicht von einer Handy-Kultur gesprochen werden. Kultur ist ein Begriff der Dinge wie Architektur, Dichtung und Musik umschreibt. Handies sind zwar sehr nützlich und wichtig für den Alltag; letztendlich aber nur ein Haufen schnöder Technik aus Metall und Plastik.
Und all denen, die sich des Öfteren von den klingelnden Handies gestört fühlen sei zum Schluss nur eines geraten: Gönnen Sie sich einfach auch mal den Luxus und schalten Sie ihr Mobiltelephon einfach mal ab.
(P12)