Der Zusammenhang zwischen Sonnenstand, Sternenkonstellation sowie der Jahreszeiten war den Menschen bereits vor Jahrtausenden bekannt.
Als 2900 vor Christus von den Babyloniern die Keilschrift erfunden wurde, zeichneten sie den ersten erhaltenen Kalender auf. Die Babylonier glaubten, dass die Himmelskörper Götter seien, die alles auf Erden bestimmen. Da sich diese Götter auf vorhersehbaren Bahnen bewegten, hofften man auch das Schicksal vorhersehen zu können.
Zur Himmelsbeobachtung bauten sie bis zu 100 Meter hohe Türme. Auch die Pyramiden und Stonehenge sollen der Beobachtung der Gestirne gedient haben.
Im babylonischen Reich wurde 700 vor Christus der Tierkreis erfunden, der ab 600 vor Christus jedem Sternbild ein gleichgroßes Segment zuordnet.
Auch im Alten Testament wird an mehreren Stellen die Astrologie erwähnt. Die Griechen maßen dem Sternbild, das am Tag der Geburt eines Menschen am Horizont aufsteigt, besondere Bedeutung zu. So bedeutet das Wort Horoskop: “Beobachten, was aufsteigt.” Seit dem ist für die Bestimmung des Ascendenten die Geburtsstunde und der Geburtsort ebenso wichtig wie der Geburtstag.
Die älteste astrologische Abhandlung stammt aus dem Jahr 10 nach Christus: das Astronomikon von Manilus. Das Tetrabiblios von Ptolemäus 140 nach Christus ist noch heute das grundlegende astrologische Werk.
Als 1610 das Fernrohr erfunden wurde, stand die Astrologie in Konkurrenz zur Astronomie, so dass 1666 Astrologie als Studiengang in Frankreich gestrichen wurde. Andere europäische Staaten folgten. Erst dem Theosophen Alan Leo gelang es, der Astrologie wieder zu Ansehen zu verhelfen. In Nordamerika und Westeuropa breitete sie sich wieder aus und heute glauben etwa 30 Prozent der Menschen an astrologische Vorhersagen.
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